Ein Feld begleitet eine Weile (dann hört es auf).
Parzellen, Wände, Blätter, Rainfarn, die tapetum sich einander anverwandeln, Raum greifen und, decorum, angemessen sind. Insektionen ufern, fugen zweisaum eins: Binnenbilder, gewendete Krempel. Inzwischen Wiesengebüsch (vielleicht im Regen). Unweit spielt eine Blaskapelle einen Refrain, welcher selbst ständig etwas zurückwirft. Tragflächen, die Rapporte fortführen, herumzetteln, in Betracht ziehen, blättern oder sich abspalten … vom Zusammenhang der Dinge: Horizontlose, Panoramamembrane, Seerosen, im Oval der Orangerien – Galerien, Loggien, Stanzen. Ganz wie Vorwände – cache cache – eingeblendete Repertoires. Womöglich will die Sehsucht nicht touchieren, sondern bliebe, Relief vielleicht.
Es riecht nach Äpfeln.
in:
Katharina Hinsberg: [Ein Feld begleitet eine Weile], in: Edith Wahlandt Galerie (Hg.): Katharina Hinsberg. Die Annahmen der Linie, Stuttgart 2007, S. 7.
Text auf einer Tragetasche zur Ausstellung »Zirkumstanzen«, Kunstverein Freiburg, 2000/2001
Katharina Hinsberg: [Ein Feld begleitet eine Weile], in: Edith Wahlandt Galerie (Hg.): Katharina Hinsberg. Die Annahmen der Linie, Stuttgart 2007, S. 7.
Text auf einer Tragetasche zur Ausstellung »Zirkumstanzen«, Kunstverein Freiburg, 2000/2001