Der Kunstverein Ulm befindet sich in einem Renaissancesaal mit geschnitzten Säulen, die das Deckenraster der Unterzüge tragen. Die Wandblenden werden für die Ausstellung entfernt, sodass die Fenster sichtbar werden und Tageslicht einlassen. Der Boden wird zunächst vollständig mit einer rot/weiß-gestreiften Fläche aus Seidenpapier bedeckt.
Dieses Feld wird in siebzehn einzelne Flurstücke geschnitten, die in vertikalen Bahnen unter die Deckenbalken gehängt werden. Die Längen der Balken und die Raumhöhen bestimmen die Maße der jeweiligen Bahn. Die gesamte Papierfläche wird restlos verwendet, indem die verbleibenden Abschnitte immer wieder zu größeren Stücken zusammengesetzt und neuerlich geschnitten werden, bis die ganze Papierfläche aus der Horizontalen in die Vertikale überführt ist. Das wiederholte Schneiden, Kleben und auch Reparieren des Papiers schreibt sich den Bildmustern ebenso ein, wie der Grundriss des Raumes.
in:
Katharina Hinsberg: Fluren (Die Teile und das Ganze), in: Fluren (Die Teile und das Ganze), hg. von Katharina Hinsberg, Ausst. Kat. Kunstverein Ulm, Wien/Hombroich, 2013. (anm. keine Seitenzahlen im Katalog vorhanden.)
Katharina Hinsberg: Fluren (Die Teile und das Ganze), in: Fluren (Die Teile und das Ganze), hg. von Katharina Hinsberg, Ausst. Kat. Kunstverein Ulm, Wien/Hombroich, 2013. (anm. keine Seitenzahlen im Katalog vorhanden.)