Das Auditorium ist freigeräumt, die Stühle sind beiseite gestellt. Zwei Personen mit je zwei radiästhetischen Winkelruten aus Messing in den Händen stehen nebeneinander. Jeder Winkelstab wird von einer Faust so locker umschlossen, dass er leichterhand darin lagert und sich drehen kann. Die Ruten werden parallel vor dem Körper so ausgerichtet, dass die Spitzen waagrecht nach vorne weisen.
Beide Personen gehen langsam, parallel zueinander, durch den Raum. Ohne erkennbaren Impuls bewegen und überkreuzen sich die Winkelruten an bestimmten Stellen. Die jeweilige Person bleibt dann stehen und wartet, bis der entsprechende Ort am Boden markiert ist. So wird der ganze Raum begangen, sondiert und markiert. Auf die Markierungen werden transparente, an Schnüren befestigte Heliumballone gestellt. Ihre Höhe entspricht der Aktionshöhe der Winkelruten. Über ihre Positionen verzeichnet sich eine Kartierung aller georteten Stellen.
Die Stühle werden wieder aufgestellt. Die Ballone werden im Weiteren von den Abläufen des Symposiums berücksichtigt und bleiben bis zum Ende der Veranstaltung an ihren Orten.
*Aus: Wünschelrute von Joseph Freiherr von Eichendorff
in:
Katharina Hinsberg: Fort und fort, in: Katharina Hinsberg. Fort und Fort, hg. von Katharina Hinsberg, Symposiumsschrift Hochschule für Künste Bremen, Wien/Hombroich, 2013. (Anm. keine Seitenzahlen im Heft vorhanden.)
Katharina Hinsberg: fort und fort, in: Rauchwolken und Luftschlösser. Temporäre Räume, hg. von Dennis Paul und Andrea Sick, Hamburg 2013, S. 11–14.
Katharina Hinsberg: Fort und fort, in: Katharina Hinsberg. Fort und Fort, hg. von Katharina Hinsberg, Symposiumsschrift Hochschule für Künste Bremen, Wien/Hombroich, 2013. (Anm. keine Seitenzahlen im Heft vorhanden.)
Katharina Hinsberg: fort und fort, in: Rauchwolken und Luftschlösser. Temporäre Räume, hg. von Dennis Paul und Andrea Sick, Hamburg 2013, S. 11–14.