In der Städtischen Galerie Schwäbisch Hall, auf einer temporären Wand mit einer Tapetentür, habe ich Glasscheiben, die von hinten orange bestrichen waren mit Nägeln fixiert. Die Fugen dazwischen sowie die Spalte zur Tür wurden Zeichnung. Schnitträder, Fugen, Nägel, Türrahmen oder Klebestreifen fungieren als Verbindungen, als Säume, Leisten, Ornament. Diese Grenzen zwischen den Dingen sind, zieht man sie vom Gegenständlichen ab, abstrakt und prinzipiell Linien. Und sie können in diesen Eigenschaften (beispielsweise auf ein Blatt Papier) übertragen werden. Sie sind im Wesentlichen begrenzendes, berührendes und fixierendes Element zwischen unterschiedenen Teilen. Diese Linien sind Orte meines Zeichnens.
in:
Katharina Hinsberg: Fugen, in: Edith Wahlandt Galerie (Hg.): Katharina Hinsberg. Die Annahmen der Linie, Stuttgart 2007, S. 83.
Notat zur Ausstellung in der Städtischen Galerie am Markt, Schwäbisch Hall, 2002.
Katharina Hinsberg: Fugen, in: Edith Wahlandt Galerie (Hg.): Katharina Hinsberg. Die Annahmen der Linie, Stuttgart 2007, S. 83.
Notat zur Ausstellung in der Städtischen Galerie am Markt, Schwäbisch Hall, 2002.