Die Wände werden rundum in horizontale Zeilen unterteilt. Mit schmalem Doppelklebeband werden darauf Streifen aus farbigem Seidenpapier neben- und übereinander fixiert, die sich schuppenartig teils zeigen, teils überlagern. Seidenpapier – empfindlich, durchscheinend und farbkräftig – ist Material und Farbe zugleich, es reagiert auf Licht, Feuchtigkeit und Luftbewegungen.
Es entsteht eine aufgefächerte, dichte Blätterschicht von beweglichen Papieren. Diese vielflächigen Farbhäute, Simulakren, summieren sich zu 28 Farbfeldern, die den Raum schließlich ganz auskleiden; keine Farbe wiederholt sich dabei. Die Papierstreifen verhüllen die Gegenständlichkeit der Wand, ihre Grenzflächen blättern sich auf, in eine atmende, offene Farbschicht zwischen Wand und Raum.
* Der Ausstellungstitel zitiert eine Zeile aus: Lukrez, Von der Natur der Dinge, Buch 4, 48-88.
in:
Katharina Hinsberg: … sondern vom äußeren Saum, und selbst von der Farbe der Dinge ..., in: Katharina Hinsberg. … sondern vom äußeren Saum, und selbst von der Farbe der Dinge ..., hg. von Katharina Hinsberg, Ausst. Kat. Kunstverein Konstanz, Hombroich 2019. (Anm. keine Seitenzahlen im Katalog vorhanden.)
Katharina Hinsberg: … sondern vom äußeren Saum, und selbst von der Farbe der Dinge ..., in: Katharina Hinsberg. … sondern vom äußeren Saum, und selbst von der Farbe der Dinge ..., hg. von Katharina Hinsberg, Ausst. Kat. Kunstverein Konstanz, Hombroich 2019. (Anm. keine Seitenzahlen im Katalog vorhanden.)